Ein ausführlicher Testbericht des neuen Kites!
Sehnsüchtig haben wir gewartet, und Anfang Mai war es dann endlich soweit, das vollendete Kunstwerk Nazca II aus dem Hause Gin hat uns erreicht und wir durften ihn endlich testen.
Mit Erhalt des Pakets aus der Schweiz ging es auch direkt an den Strand. Erster Testtag war zur Kitesurf Trophy in Dahme, hier durften nun einige Team Fahrer und unter anderem Sport2 Reporter Nils sich ein erstes Bild machen. Das Verhalten was an den Tag gelegt wurde glich dem von Früher in der Schule am ersten Schultag bei Erhalt der Schultüte, alle waren aufgeregt und wollten den Kite in Live sehen. Der Rucksack wurde gefühlt verbessert, er ist aus hochwertigem Material und bietet Platz für 2 Kites, 2 Bars und eine Pumpe. Dann kam uns die Bar, schön verpackt in einer Extra Bar Bag entgegen und zum Schluss der 10qm Nacza II in der Hammer Farbe Passion Fruit. Wieder einmal haben die Entwickler von Gin eine wahnsinns Farb
kombi getroffen, stimmig und farbenfroh würde ich es einstufen. Die Bar macht einen sehr guten Eindruck und wurde an vielen Ecken verbessert und hat einige sehr praktische Innovationen mit sich gebracht.
Der Kite an sich, was man beim Aufpumpen schon feststellen konnte, besitzt wieder einmal ein sehr hohes Maß an Qualität. Die Trailing Edge (Abströmkante,also „hinten“ am Kite) ist mit Dacron (selbes Material wie Fronttube) verstärkt, was ein Flattern des Kites im gedepowerten Zustand verhindert. Das Single Point Inflation System (Kite ist über lediglich 1 Ventil mit Luft zu befüllen) wurde noch einmal um zusätzliche Neopren „Verhüterli“ verbessert, welche das Tuch vor den Clips schützen.Das Tuch ist gefühlt im Vergleich zum Zulu noch ein bisschen leichter geworden. Die Stellen die am meisten beansprucht werden sind, wie bei Gin üblich, wieder mit diversen Verstärkungen geschützt.
Was man allgemein betrachten konnte ist, dass hier wieder beste Schweizer Qualitätsarbeit geleistet wurde!
Der Wind schwächelte und die meisten Fahrer waren mit Größen 13qm aufwärts auf dem Wasser unterwegs. Ich hatte leider nur den 10er dabei, aber was heist leider, er bot selbst im untersten Windbereich eine tolle Performance. Das enorm schnelle und präzise Drehen lassen den Kite fleißig im Windfenster bewegen und somit kann der Fahrer schon bei wenig Grundwind einen hohen Zug durch den Nazca II entwickeln. Der Kite flog sich sehr direkt und hatte in den Drehungen und Sinuskurven keinerlei Strömungsabrisse. Die neue Waage der 5.Leine ermöglicht dem Kite sich in den Kurven perfekt in den Wind zu stellen und hält sein Profil immer stabil.
Alle Tester waren begeistert von der Low Wind Performance des Kites.
So, nun kamen die stürmischen Tage, bei ordentlich Druck aus West war unser Ziel Büsum an der Nordsee, ein toller Spot mit Flachwasser auf der einen, und Welle auf der anderen Seite. Das ganze bei zunehmenden Wind um die 24kn, ein perfekter Ort um den Kite mal „richtig ranzunehmen“.
Der neue Adjuster, der neben den exakten Einstufungen auch 2 Schnellzugriffe (50 und 100%) besitzt musste noch nicht einmal betätigt werden, was alle Tester erstaunte.
Per Beachstart ging es in den „Tümpel“ (ein kleines Becken hinter der Surfstation), und schon nach wenigen Schlägen war mir bewusst, das ist mein neuer Lieblingskite!
Unglaublich, der Schirm flog sich so direkt, machte keinen Muckser auch im gedepowerten Zustand stand er noch ruhig am Himmel. Als es an die Sprünge ging, zeigte er sich von seiner allerbesten Seite, Big Airs und Kiteloops waren selten so intensiv und schön wie an diesem Tage! Ein überragender Lift zeichnet den Nazca II definitiv aus.
Unhooked Sprünge funktionierten einwandfrei, da der Pop sich absehbar ankündigt und dann sehr kräftig zuschlägt. Der Kite lässt sich enorm weit an den Windfensterrand fliegen und entwickelt dort einen hohen Zug welcher dem Fahrer das Höhelaufen sehr erleichtert.
Auch bei teilweise einsetzenden Böen lies sich der Kite sehr gut steuern und man konnte diese per Board oder Strecken der Arme locker abfangen. Ich kann nur eines sagen, der Windbereich dieses Kites scheint unendlich zu sein. Selbst Tage später am Nordstrand von St. Peter Ording war der Kite bei fliegendem Sand und Böen bis 30kn ( ich hatte die bar ausgelegt, angeknöpt und wollte zurück , da war sie schon im Sand begraben!) noch nahezu entspannt zu fliegen und kontrollieren.
Der neue Chickenloop ist starr und man kann sich nach dem Unhooked Move meist ohne eine Hand von der Bar nehmen zu müssen wieder einhaken. Den Chicken Dick kann man nun einfach zur Seite drehen und ihn so aus dem Weg nehmen was wiederum Tricks die ausgehakt stattfinden deutlich erleichtern.
Der Relaunch wurde bei sehr wenig Wind 2 Tage später in Büsum und bei sehr viel Wind an diesem Tage getestet. Bei viel Wind ging es fast von alleine, nach dem Einschlag des Kites, drehte er sich leicht und wanderte automatisch zum Windfensterrand wo er dann ruhig liegen blieb. Durch ein kurzes Ziehen an einer Seite der Bar startete er dann wieder.
Bei wen
ig wind konnte man die 5. Leine
zur Hilfe nehmen und den Kite einmal leicht ins Kippen bringen und
gleichzeitig eine Seite der Bar nehmen und ihn zum Windfensterrand
steuern. Insgesamt sehr einfach und gut zu handeln.
Um natürlich auch die Sicherheit zu untersuchen haben wir das Quick Release ausgelöst, der Kite bleibt an der 5. Leine hängen und fällt komplett drucklos ins Wasser. Die Bar rutscht ein paar Meter nach oben und bleibt am Stopper stehen. Um das System wieder zusammen zu bauen hangelt man sich an der 5. zur Bar, baut das Q.R wieder zusammen und kann den Kite wieder starten. Super einfach und funktionierte bei jedem Versuch und Test, im tiefen und flachen Wasser sowie bei viel und wenig Wind!
Prädikat absolut EMPFEHLENSWERT!
Und hier nun noch ein kleines Video der tollen Testage in Büsum mit dem Nazca II
Vielen herzlichen Dank noch einmal an den fleissigen Filmer und Cuter Felix Steiner...
Gin_NazcaII_Büsum from Felix Schuster on Vimeo.
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